URSPRUNG

storia del Tosa InuDer Tosa Inu ist das Ergebnis von Kreuzungszucht in der Zeit von 1868 und 1912 zwischen Kochi, Bull Terrier, Bulldogge, Deutscher Dogge und St. Bernhardshund (Bernhardiner). Sein Name leitet sich ab von der Bezeichnung seines Herkunftsgebiets, sein stolzer, kämpferischer und lebhafter Charakter ist den Kreuzungen zu verdanken, die zur Ausbildung dieser Rasse führten. In der japanischen Provinz Kochi gab es eine ausschließlich zu Kampfzwecken gezüchtete Rasse, aber in der Meiji-Periode begann man 1868 (bis 1912) damit, die lokale Hunderasse mit verschiedenen westlichen Rassen einzukreuzen, wie der Bulldogge, dem Bull Terrier, dem Mastiff, dem St. Bernhardshund und der Deutschen Dogge. So entstand eine neue, kampffähigere Rasse, mit höherer Ausdauer und Widerstandskraft, ein nahezu unschlagbarer Kampfhund.

Diese neue Rasse ist heute unter der Bezeichnung Tosa-Inu (Tosa-Hund),Tosa-Ken oder Tosa-Token bekannt. Sein Herkunftsgebiet liegt auf der Insel Shikoku, in der Präfektur Kochi mit der Stadt Tosa, nach welcher diese Rasse genannt wurde. Ihre offizielle Anerkennung durch die F.C.I. erfolgte 1982, außerhalb Japans ist die Rasse nicht sehr verbreitet. Japan besitzt eine lange Kampfhund-Tradition, die bis ins 14. Jh. zurückreicht. Dies führte zur Schaffung der Rasse durch Kreuzung des Shikoku-Ken mit westlichen Hunderassen. Der nach seinem Ursprungsgebiet genannte Tosa Inu wird manchmal auch als „japanischer Hund” oder als „japanischer Kampfhund” bezeichnet.

Die Hunderassen, die zur Entstehung dieser Rasse beigetragen haben, sind: Bulldogge (1872), Mastiff (1874), Bull Terrier, Deutscher Vorstehhund (1876) und die Deutsche bzw. Dänische Dogge (1924). Sie alle dienten mittels aufeinanderfolgender Einkreuzung der Verbesserung der Rasse. Nach verschiedenen Aussagen wurden auch der St. Bernhardshund und Bullterrier eingesetzt, allerdings ist nicht bekannt, in welchem Jahr. Die für den Tosa typischen, fest verankerten Charaktereigenschaften wie Widerstandskraft und Kampfinstinkt lassen sich dem Einfluss dieser Rassen zuschreiben, mit welcher die Größe und die Kraft der westlichen Hunde mit dem Mut, der Treue und der Kampfgeschicklichkeit der japanischen Hunde vereint wurden.

Der Tosa ist ein massiger, athletischer Hund mit einer trotz seines mächtigen Körperbaus überraschenden Wendigkeit. Vorzugsweise sollte im Haus nur ein Tosa-Hund gehalten werden, denn Tosas lieben die Gesellschaft anderer Hunde nicht. Der Tosa kann im Haus gehalten werden (auch in der Wohnung), muss aber nach draußen gebracht werden, damit er sich austoben kann. In Haus und Wohnung ist er ziemlich wenig aktiv, und etwas Rennen tut seiner Gesundheit nur gut. In einen Zwinger eingeschlossen fühlt er sich mit Sicherheit unglücklich, denn mehr als alles andere wünscht er sich, in unmittelbarer Nähe seiner Familie zu sein. Dieser Hund passt sich dem Zusammenleben mit anderen Hunden nur schwer an, es ist also nicht ratsam, sich einen Tosa zuzulegen, wenn bereits ein anderer Hund im Haus ist. Jeder Besitzer muss lernen, mit seinem Tosa umzugehen, denn er ist zu groß, um einfach „frei“ gelassen werden zu können. Gegenüber anderen Hunden und Haustieren zeigt er sich nur dann freundlich, wenn er bereits von ganz klein auf mit ihnen zusammen aufgewachsen ist. Aufgrund ihrer ziemlich aggressiven Tendenz müssen Tosas von anderen, aggressiven und rauflustigen Hunden fern gehalten werden, denn der Tosa würde mit Sicherheit siegen. Ebenso empfiehlt es sich nicht, ihn in einem Haus zusammen mit anderen Hunden gleichen Geschlechts und gleichen Temperaments zu halten, denn bei den unausweichlichen Zusammenstößen ist der Tosa immer stärker als sein „Mitbewerber”. Tosas haben aufgrund ihrer antiken Herkunft als Kampfhund eine sehr hohe Schmerztoleranz.

storia del Tosa InuGefährlichkeit: Gefährlich (gemäß der Verordnung des it. Gesundheitsministeriums vom 14. Januar 2008 zum „Schutz der öffentlichen Sicherheit vor Angriffen durch Hunde".)

Geschichte der Tosa Inu
F.C.I.-Klassifikation: offizielle Anerkennung im Jahr 1982, eingetragen am 09.12.1997 mit Standard Nr. 260 - Gruppe 2 – Pinscher und Schnauzer, Molossoide und Schweizer Sennenhunde. Sektion 2.1 : Molossoide, Doggenartige Hunde. Morphologische Klassifikation des Hunds als Molossoide.

Morphologische Klassifikation: Molossoide, mesomorph, Brachycephalus
ENCI: Anerkennung durch die ENCI erfolgt

Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen weltweit: Nicht einreisen, auch nicht vorübergehend und im Urlaub, darf der Tosa Inu nach Australien, Zypern, Kroatien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Gibraltar, Großbritannien, Island, Malta, Norwegen, Neuseeland, Niederlande und Spanien.

Deutschland: Touristen mit weniger als 4 Wochen Aufenthalt in Deutschland dürfen vorübergehend ihren eigenen Hund mitbringen, unabhängig von der Rasse, unter Vorlage der folgenden Dokumente: Tierärztliches Herkunfts-/Rassezeugnis, tierärztliches Impf- und Charakterzeugnis (das nach einem Wesenstest ausgestellt wird). Je nach dem Bundesland, das Urlaubsziel ist, können weitere Zeugnisse nötig sein.

Portugal und Schweiz: Maulkorbpflicht.

Frankreich: Der Tosa Inu gilt als Angriffs-, und Verteidigungshund oder als Wachhund. Die Halter eines Tosa Inu dürfen ihren Hund zum Urlaub bei Aufenthalt von höchstens 30 Tagen mit nach Frankreich bringen, es herrscht Leinen- und Maulkorbpflicht. Der Import eines Tosa Inu in französisches Hoheitsgebiet, in die Überseegebiete und Saint Pierre-et-Miquelon wird mit 6 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 15.000 € bestraft.

Italien: Die Besitzer und Halter von Tosa Inus sind verpflichtet,
a) an öffentlichen oder öffentlich zugänglichen Flächen dem Hund einen Maulkorb anzulegen oder ihn an die Leine zu nehmen;

b) den Hunden in öffentlichen Lokalen und in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Maulkorb anzulegen und an die Leine zu nehmen.